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Liebesschmarrn und Erdbeerblues – Angelika Schwarzhuber

Liebesschmarrn und Erdbeerblues - Angelika Schwarzhuber

„Lene auf der Suche nach der weiß-blauen Liebe“

„Michi ist ihr Traummann – bis er »Ich liebe dich« zu ihr sagt. Genauer gesagt: »I hob mi fei sakrisch in di valiabt«. Lene rennt kopflos davon und kommt zu dem Schluss:

Auf Bayrisch gibt es Liebe nicht!

Diese Theorie schlägt nicht nur im niederbayrischen Passau hohe Wellen und beschert Lene mehrere Männer, die ihr das Gegenteil beweisen wollen. Da ist Karl Huber, der Sprachwissenschaftler, der die bayrische Kultur durch diesen »Schmarrn« gefährdet sieht. Ernesto, der Spanier, der so schön »Te amo« sagen kann. Und immer noch oder schon wieder Michi, der zu ihr zurückwill. Doch was will Lene?“

„»I hob mi fei sakrisch in di valiabt«, sagt Michi – und Lene ergreift die Flucht. Dabei war sie sich so sicher, diesmal den Richtigen gefunden zu haben. Tagelang brütet sie verzweifelt über ihrem Unglück, da findet sie plötzlich die Erklärung für ihr Unbehagen: Auf Bayrisch gibt es »Ich liebe dich« nicht!

Lenes Freundin, die Journalistin Claudia, veröffentlicht auf eigene Faust einen Zeitungsbericht mit der Schlagzeile: »Lene auf der Suche nach der weiß-blauen Liebe.« Die Resonanz ist überwältigend, und plötzlich ändert sich das beschauliche Leben von Lene völlig. Schlimm genug, dass sie ungewollt in der Öffentlichkeit steht, aber jetzt soll sie auch noch einen Ratgeber für bayerische Liebesangelegenheiten schreiben. Und dann taucht nicht nur Exfreund Michi wieder auf, es treten auch noch andere Männer in ihr Leben: Der charismatische Verleger Matthias, der spanische Geschäftsmann Ernesto und der Sprachforscher Karl. Doch wer ist der Richtige? Die Suche nach ihrer wahren Liebe führt die frisch gebackene Autorin aus ihrer bayerischen Heimat bis nach Barcelona. Wird sie dort ihre weiß-blaue Liebe finden?“

Kleines Fazit:

Liebesschmarrn und Erdbeerblues: ein echt bayerisches weiß-blaues Schmankerl und keine „Er & Sie finden Liebe auf den 1. Blick“-Geschichte.

Die sympathische Lene ist im Liebes- und Männerchaos und das mit frisch gebackenen 30! Dem Leser stellt sich im Buch die zentrale Frage: Gibt es auf bayerisch kein „Ich liebe Dich“ oder kann Lene einfach nur keine Liebe empfinden?

Zu viele Angebote verwirren Lene: Zurück zum Ex? Was sich neckt das liebt sich? Der Reiz mit dem Chef? Liebe auf spanisch „Te amo“? Gleichgeschlechtliche Liebe? Selbst als Leser ist man verwirrt und weiß selbst nicht mehr wen man hier noch wählen soll.. Wobei es mir ja eigentlich schon klar war.. Aber was wusste ich schon was Lene wollte? 😉 Aber wieso entfernt sich ihre beste Freundin Claudia und dann noch ihr liebster Papa von ihr?

Ein persönliches Highlight für mich war die TV-Show „Duellanten am Herd“ im Bergwald TV mit bayerischen Schmankerln, welche nicht nur amüsant beschrieben war, sondern auch Lene eine zusätzliche Idee für ihren Ratgeber gab:

„mit Rezepten bayerischer Köstlichkeiten, mit denen man das Herz seines Traumpartners erobern konnte. […] Schließlich ging Liebe auch in Bayern durch den Magen.“

Liebesschmarrn und Erdbeerblues ist ein leichtes und humorvolles Buch. Der Tiefgang entpuppt sich am Ende, welches aber doch einen Tick ausführlicher hätte beschrieben werden können. Den Epilog find ich sehr abrupt und schaut mir zu weit in die Zukunft. Hier wird ein klassisches „Happy Ende“ beschrieben und dem Leser weniger das „selbst ausmalen“ gelassen. Eine Fortsetzung mit dem 2. Ratgeber kann ich mir an dieser Stelle weniger vorstellen, lasse mich aber gerne überraschen.

Das Ergebnis lässt ein Schmunzeln zurück, denn:

„Ganz egal, wie man es sagt, wichtig ist, dass der andere die Bedeutung kennt und man dieselbe Sprache spricht. […]“

Mit bayrisch-hochdeutschen Vokabeltrainer.

„Angelika Schwarzhuber lebt mit Kindern und Kater in einer kleinen Stadt an der Donau. Sie arbeitet als freiberufliche Drehbuchautorin für verschiedene Produktionsfirmen sowie als Autorin/Redakteurin im Bereich Werbe- und Imagefilm. Liebesschmarrn und Erdbeerblues ist ihr Debütroman.“

RoRezepte sind:

Blanvalet Verlag

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