Allgemein · RoRezepte

Omas Haselnusspaste

Drei Schwestern am Meer - Anne Barnsaus dem Buch: „Drei Schwestern am Meer“ von Anne Barns

Wer die Drei Schwestern am Meer liest, wird die Haselnusspaste lieben lernen. Da ich das Rezept vor dem Lesen schon getestet habe, konnte ich während der tollen Geschichte die Paste pur löffeln *lecker* Diese süße Masse ist ein echter Knaller! Pur, mit Bananen, auf Crêpes, in selbstgekochten Puddings oder als Füllung für Backwaren. Die Möglichkeiten sind vielfältig. Genauso auch die Zugabe der Nüsse. Im Standardrezept sind es 600g Haselnüsse – meine Lieblingsvariante: 400g Haselnüsse und 200g Mandeln. Man kann aber mit allen möglichen Nüssen kombinieren: Cashews, Pistazien usw.

Lasst euch von den folgenden Buchzitaten mit auf die Reise der selbstgemachten Haselnusspaste nehmen:

„Ich setze mich neben Jane auf die Eckbank, und wir schauen zu, wie Pia vorsichtig mit dem Hammer auf das Handtuch und die Nüsse haut. Nicht zu fest, damit nur die Schale knackt und nicht der ganze Kern zerdrückt wird. So wie Oma es uns beigebracht hat. Als sie fertig ist, zieht sie das Handtuch mit den gehackten Nüssen vom Brett und zu uns hinüber. Während wir die Kerne von den Schalen trennen, nimmt Pia die große gusseiserne Pfanne von der Wand, schüttet Zucker und etwas Wasser hinein und stellt sie auf die heiße Herdplatte. Als das Wasser verdampft ist, gibt sie die Nusskerne dazu, die wir inzwischen alle vom Handtuch aufgesammelt haben. Ich stehe auf und schaue zu, wie sie die Masse umrührt, bis der Zucker schmilzt und die Nüsse mit braun gläzendem Karamell umhüllt. Der Duft, der sich dabei entfaltet, ist einmalig. Oben auf dem Herd riecht es nach gebrannten Nüssen, unten im Ofen nach einer Kombination aus Fleisch, Knoblauch und Rosmarin. Eine Mischung, die wirklich merkwürdig klingt. Doch hier in Omas Küche passt es perfekt zusammen. […]

»Du weißt doch, dass die Dinger heiß sind.« »Aber warm sind sie am leckersten.« […]

»Das Zeug ist so dermaßen lecker«, schwärmt Jana. »Da könnte ich mich glatt reinsetzen.« Sie schließt ihre Augen und schiebt genussvoll den Löffel in ihren Mund. »Hmmmm …« Jana hat recht, das Aroma der zu einer Paste gemahlenen gebrannten Haselnüsse ist einmalig, sehr intensiv und vollmundig. Auch ich schließe für einen Moment die Augen, lasse die Paste auf der Zunge schmelzen und genieße das Knistern der kleinen Karamell-Zuckerkristalle, die sich dabei auflösen. »Köstlich!«“

PS: Meine Kommentare und Ergänzungen gibt es in grün.

Zutaten:

  • 600 Gramm Haselnusskerne Alternativ 400g Haselnusskerne und 200g Mandeln
  • 380 Gramm Zucker
  • 6 Esslöffel Wasser

Zubereitung:

  1. Zucker und Wasser in eine möglichst große Pfanne geben und umrühren.
  2. Bei mittlerer Temperatur erhitzen, bis der Zucker flüssig ist. Dabei nicht mehr rühren, allenfalls den Zucker vom Rand hin und wieder zusammenschieben, wenn es nötig ist.
  3. Nun die Haselnüsse (mit Haut) vorsichtig in die Pfanne geben und kräftig rühren. Vorsicht, sehr heiß! Der Zucker kristallisiert wieder und wird weiß. Immer weiter fleißig rühren, bis der Zucker wieder schmilzt und die Nüsse mit hellbraunem Karamell überzogen sind. Dabei aufpassen, dass sie nicht zu dunkel werden oder anbrennen.
  4. Vorsichtig auf eine Lage Backpapier schütten und mit zwei Löffeln oder Gabeln vorsichtig verteilen.
  5. Wenn sie lauwarm sind, dürfen die ersten genascht werden. Achtung, nicht die Zunge verbrennen!
  6. Die abgekühlten Nüsse in einem Foodprocessor oder gutem Mixer zu einer glatten Masse verarbeiten. Das dauert je nach Gerät fünfzehn bis fünfundvierzig Minuten.
    Wichtig: Die Masse darf nicht zu heiß werden! Alle paar Minuten eine Pause machen und abkühlen lassen, bevor weitergemixt wird.
    Die Nussmasse sieht erst sehr bröselig aus. Es dauert eine Weile, bis sich das Öl aus den Nüssen löst und das Ergebnis eine schöne homogene Konsistenz bekommt. PS: Das ist Andrea Russo alias Anne Barns 😉 Sie hat mir höchstpersönlich die Zubereitung des Rezeptes gezeigt 🙂
  7. Die angegebene Menge reicht ungefähr für vier Gläser à 250 Gramm.

„Die Paste schmeckt pur, auf Brot, als Füllung für Gebäck. Ein Esslöffel davon in einen Topf Vanillepudding gerührt, zaubert einen leckeren Haselnusspudding …“

7 Kommentare zu „Omas Haselnusspaste

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