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Ein Sommer wie Limoneneis – Marie Matisek

Ein Sommer wie Limoneneis - Marie Matisek

„Gelato und Amore an der Amalfikuste“

„Marco ist als Immobilienanwalt erfolgreich und liebt sein Leben in Deutschland. Seine italienischen Wurzeln interessieren ihn nicht allzu sehr, und die Limonenplantage, die seine Familie seit Jahrhunderten in Amalfi betreibt, kümmert ihn nur wenig. Aber dann zwingt ihn ein Burnout in die Knie, und gleichzeitig verlangt seine Frau plötzlich die Scheidung. Um wieder auf die Beine zu kommen, reist Marco nach Amalfi – nur für kurze Zeit, wie er glaubt. Doch schon bald ist er wie verzaubert von der traumhaften Mittelmeer-Küste seiner Heimat und dem sinnlichen Leben Süditaliens. Und dann steht auch noch Lisabetta vor ihm, die wunderschöne Liebe seiner Jugend …“

 

„Lisabetta.

Wunderschöne Lisabetta!

Marco stockte der Atem, als er sie dort unten stehen sah. Das dunkle Haar umtanzte noch immer ihr ausdrucksvolles Gesicht wie die Schlangen das Haupt der Medusa. Sie war mit den Jahren fülliger geworden, aber die Pölsterchen an den richtigen Stellen standen ihr gut. Sie trug ein grünes Wickelkleid mit Streublümchen darauf, der Ausschnitt brachte ihre üppigen brüste wunderbar zu Geltung. Marco konnte nicht anders, als sie einfach nur anstarren. Wie hatte er sie jemals vergessen können?

Lisabetta blickte zu ihm hoch und lächelte. »Na, so etwas. Der verlorene Sohn!« Ihre Stimme war sensationell. Immer noch. Nein, falsch, mehr denn je! Warm, dunkel und etwas brüchig, so war sie schon damals gewesen, als er sie das letzte Mal gesehen hatte. Wenn sie lachte, hatte es sich angehört, als schüttle man eine rostige Dose mit Nägeln – nur viel melodischer. Marco wünschte sich in dem Moment nichts sehnlicher, als diese wunderbare Frau zum Lachen zu bringen. Und das nicht nur einmal. Nein, immer wieder, ein Leben lang.“

Ein Sommer wie Limoneneis - Marie Matisek

Kleines Fazit:

Eine berührende Geschichte um den männlichen Hauptprotagonisten Marco, der als Anwalt mit knapp 40 Jahren vor seinem nächsten Karrieresprung in München steht. Sein Kopf ist täglich voll mit Meetings, Rechtsgrundlagen und Plädoyers. Von einem Tag auf den anderen verlässt ihn seine Frau Geli, nach 17 Ehejahren. Sie droht mit Scheidung und lässt ihn zwei Wochen mit seinen Kindern Sabrina und Luis allein. Als er versucht den Alltag zu managen und gerade mit seiner großen Tochter nach Singapur fliegen will, erleidet er einen Zusammenbruch: Diagnose Burn-Out. Marco lässt sich für 2 Wochen krank schreiben und fährt 1.200km zu seinem Vater in die Heimat nach Amalfi. Raffaelo führt seit Generationen eine sehr bekannte Zitronenplantage, für die Marco leider so gar nichts übrig hat. Während er versucht abzuschalten, genießt er das Wiedersehen mit seiner Familie und entdeckt alte unterdrückte Gefühle für seine große Jugendliebe Lisabetta wieder.

Besonders gefiel mir die Zwischenstrange aus Marcos Kindheit in Amalfi, in der er als Kind so ganz anders war, als er nun als Erwachsener ist: lebhaft, jung, wild, ein Sonnenschein, der eine besonders innige Bindung zu seiner Mama und seiner Nana hat.

Während seines Urlaubsaufenthaltes in der Heimat, denkt Marco über sein Leben in München nach und beginnt eine ungeplante Entwicklung: was ist im Leben wirklich wichtig?

Marie Matisek schreibt in Ein Sommer wie Limoneneis eine Geschichte zum Nachdenken nieder. Ihre Beschreibungen der Landschaft lässt einen vor Ort sein, als Leser beginnt man zu schwärmen und wünschen vor Ort zu sein. Und was wäre Italien ohne ein gutes Essen? Auch kulinarisch hat der Roman einiges zu bieten. Zusätzlich kann man auch etwas über Zitronen und deren Ernte lernen.

„Während sie durch die Bäume gingen, blieb Pippo ab und zu stehen und zeigte Marco, welche Zitronen jetzt reif waren und welche besser noch ein paar Wochen am Baum blieben. Marco konnte lediglich die überreifen und die unreifen Früchte unterscheiden, alle anderen waren für ihn eben Zitronen. Pippo bemühte sich nach Kräften, ihm zu demonstrieren, wie sich die Zitronen anfühlen mussten, die man jetzt ernten sollte. Manche Früchte waren zu reif, um sie zu verschicken, sie wurden trotzdem geerntet und selbst verarbeitet. Zu Limoncello zum Beispiel, den die Pantanellas früher selbst gemacht hatten. […] Pippo selbst war auch einer der Abnehmer für zu etwas reife Früchte, er machte daraus sein Limoneneis, für das er laut seinen eigenen Worten – an der ganzen Amalfiküste berühmt war. […] Die Gegend hier war berühmt für ihre aromatischen Gerichte mit Almalfi-Zitronen. Man aß sie gebacken mit Büffelmozzarella, als Salsa zum frischen Fisch oder natürlich in wunderbaren Dessertkreationen.“

Marie Matisek führt einen chaotischen Haushalt mit Mann, Kindern und Tieren im idyllischen Umland von München. Neben dem Muttersein und dem Schreiben pflegt sie ihre Hobbys: Kochen, ihren Acker umgraben und Kröten über die Straße helfen. Ihre Küstenromane waren Bestseller; mit ihren neuen Romanen entführt Marie Matisek ihre Leser in die zauberhafte Provence und an die romantische Amalfi-Küste.“

RoRezepte sind:

Weitere bedeutende Gerichte sind:

  • sfogliatelle
    • eine Gebäckspezialität aus Neapel
    • Blätterteigtaschen, gefüllt mit Ricotta und aromatisiert mir Orange oder Zitrone
  • Pippos Limoneneis
  • Vorspeisenplatte aus Zitronen, Büffelmozzarella und zerkleinerten Tomaten

Droemer Knaur

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