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Mit Hanna nach Havanna – Theresia Graw

 

Mit Hanna nach Havanna - Theresia Graw

„Eine junge Frau + eine alte Dame + ein rosa Cadillac

= ein völlig verrücktes Abenteuer!“

„Katrin, Mitte dreißig und Journalistin mit Ambitionen, ist stolz darauf, immer alles fest im Griff zu haben – bis ihr Chef ihr mitteilt, dass sie in Zukunft das wenig prestigträchtige Seniorenmagazin des Senders moderieren soll. Sie ahnt nicht, dass eine der Zuschauerinnen ihr wohlorganisiertes Leben bald schon restlos auf den Kopf stellen wird. Johanna ist auf der Suche nach ihrer ersten großen Liebe – die sie auf Kuba vermutet. Und sie will Katrin als Reisebegleitung engagieren. Hitze, Salse und Cuba libre? Nein danke, denkt sich Katrin. Und ist doch kurz darauf auf dem Weg in das turbulenteste Abenteuer ihres Lebens …“

„»Ob er mir seine Liebe stehen will?«, fragt sich Katrin, als ihr Chef sie zu einem privaten Abendessen bittet. Vielleicht wird sie auch endlich die hart verdiente Beförderung erhalten. Oder – noch besser – die Nominierung für den renommierten Journalistenpreis Goldener Griffel! Katrin arbeitet als Moderatorin bei Hello-TV, einem großen privaten Fernsehsender, und ist stolz darauf, dass in ihrem Leben alles nach Plan verläuft. Bis zu besagtem Abendessen, bei dem ihr Chef zu ihrem Entsetzen mitteilt, dass sie in Zukunft das wenig prestigeträchtigen Seniorenmagazin des Senders moderieren soll. Doch erst die Zuschrift einer der Zuschauerinnen sorgt schließlich dafür, dass Katrins wohlorganisiertes Leben vollends auf den Kopf festellt wird. Johanna Wagner von Trottau zu Dannenberg möchte Katrin mit dem Verfassen ihrer Memoiren beauftragen. In Wahrheit ist die rüstige alte Dame allerdings auf der Suche nach ihrer ersten großen Liebe Julius, den sie auf Kuba vermutet. Katrin soll sie auf der Reise begleiten. Und obwohl die vernünftige junge Frau rein gar nichts übrighat für heiße Länder, Salsa-Rhythmen und Cuba libre, sitzt sie kurz darauf im Flieger nach Havanna …“

Kleines Fazit:

„Die Liebe ist die stärkste Kraft von allen. Sie bringt eine fast achtzigjährige Frau dazu, ans andere Ende der Welt zu reisen, um den Mann zu finden, den sie ihr ganzes Leben lang nicht vergessen konnte.“

Mit Hanna nach Havanna ist ein etwas anderer Roman ohne Liebesklischees und einem immer noch realistischem Ende, dass nicht von Anfang an „voll“ klar war. In einem Punkt war ich sogar richtig überrascht.

Besonders begeistert hat mich die Lebensweise von Johanna von Trottau zu Dannenberg, welche, anstatt sich in der Wohnung einzuigeln, für ihr Alter (78) ganz wunderbare Ansichten hat. Sie begeistert den Leser, ist sich für nichts zu schade und hat immer wieder wunderbare ehrliche Gedanken.

„»[…] Ich versuche jetzt nicht mehr, perfekt zu sein. Ich mache verrückte Sachen und denke weniger nach. Ich riskiere mehr. Ich lasse mich treiben. Ich nehme nicht mehr alles so ernst. Ich besuche fremde Länder und fremde Menschen. Ich betrachte mehr Sonnenuntergänge und weniger Versicherungspolicen. Ich esse mehr Eiscreme und weniger Spinat. Ich tanze mehr Salsa und lese weniger Zeitung. Ich habe mein Leben nicht im Griff. Ich nehme alles, wie es kommt, und manchmal geht was schief. Aber ich genieße jede Sekunde Glück, denn ich weiß ja nicht, wie viele ich davon noch haben werde.«“

Katrin Faber  war anfangs von der Reise nicht angetan. Allerdings wurde sie von ihrer Freundin Trixie überzeugt: Sie könnte Julius zur damaligen kubanischen Revolution unter Fidel Castro Widerstandsbewegung interviewen und so ihren 1. Goldenen Griffel gewinnen. Allerdings passierte etwas ganz ungeplantes mir ihr. Sie entwickelte sich von der ehrgeizigen, zielgerichteten Journalistin zu einer Frau mit offenen Augen für das Schöne im Leben.

„Ich starrte sie an. Genauso hatte ich auch gedacht, vor ein paar Tagen nur. War tatsächlich erst eine Woche vergangen, seit diesem Abend im Café Paris? Seit meinem unglücklichen Salsa-Versuch mit Matteo? Es war mir, als spräche aus der fremden Touristin mein altes Ich. Die allzeit vernünftige, wohlorganisierte und leider auch ziemlich gestresste Katrin Faber, die es früher einmal gegeben hatte, von der ich mich aber irgendwo unterwegs auf unserer Fahrt durch Kuba verabschiedet hatte.“

Ich kann Mit Hanna nach Havanna von Theresia Graw einfach nur empfehlen. Die Schreibweise ist super flüssig, die Charaktere sind liebevoll sympathisch und detailliert beschrieben. Zusätzlich erfährt man etwas zur Geschichte Kubas und zu den schönen Landschaften, als sei man direkt vor Ort. Ein Buch mit Lust auf ein Abenteuer.

Theresia Graw, geboren 1964, studierte Germanistik und Kommunikations-wissenschaften. Als Journalistin war sie für verschiedene Radiosender tätig und arbeitet heute als Nachrichtenredakteurin beim Bayerischen Rundfunk in München. Außerdem hat sie mehrere Kinderbücher veröffentlicht. Bei Blanvalet sind von ihr bereits Das Liebesleben der Suppenschildkröte, Glück ist nichts für schwache Nerven und Wenn das Leben Loopings dreht erschienen. Mit Hanna nach Havanna ist ihr vierter Roman für Erwachsene.“

RoRezepte sind:

Blanvalet Verlag

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