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Die Insel der Zitronenblüten – Cristina Campos

Die Insel der Zitronenblüten - Cristina Campos

„Eine kleine Bäckerei auf Mallorca, der Duft des Sommers und ein geheimnisvolles Erbe …“

„Als Marina von ihrem Erbe erfährt, ahnt sie nicht, dass es ihr ganzes Leben verändern wird. Vor langer Zeit verließ sie ihre Heimat Mallorca und brach den Kontakt zu ihrer Schwester Anna ab. Niemals mehr wollte sie zurückkehren. Doch jetzt wurde ihnen beiden die kleine Bäckerei in Valldemossa vermacht. Auf der Insel angekommen, kann Marina dem Duft von Zitronenbrot nicht widerstehen. Sie weiß, sie sollte das alte Anwesen einfach verkaufen, aber irgendetwas hält sie davon ab – ein Geheimnis, das nur darauf wartet, gelüftet zu werden …“

„Anna und Marina sind Schwestern, die sich immer sehr nah standen – bis zu dem großen Streit, der sie entzweite. Marina verließ daraufhin die Insel, auf der sie beide groß geworden waren. Zu sehr schmerzte es sie, dass Anna sie nicht verteidigt hatte, als Marina sich mit Annas Mann zerstritt.“

„Lange Jahre kehrte sie nicht zurück nach Mallorca, sondern zog durch die Welt, um als Ärztin zu helfen. Erst als sie den Brief bekommt, der sie von einer Erbschaft in Kenntnis setzt, denkt sie an eine Rückkehr. Sie und ihre Schwester haben von einer Frau, sie sie nicht einmal kennen, eine Bäckerei in dem kleinen Dorf Valldemossa auf Mallorca geerbt. Marina will sich den Ort nur einmal kurz anschauen, bevor sie einwilligt zu verkaufen. Doch als sie dort ankommt, zieht sie die Bäckerei magisch an. Sie kann fast das wunderbare Zitronenbrot riechen, das hier gebacken wurde. Kurzerhand entschließt sie sich, die Bäckerei mit Hilfe einer ehemaligen Angestellten wieder zu eröffnen und kommt damit nicht nur ihrer Schwester wieder näher, sondern einem alten Familiengeheimnis auf die Spur.“

Kleines Fazit:

Anna und Marina Vega de Vilallonga erben von einer unbekannten Frau eine Bäckerei samt Mühle im Dorf Valldemossa auf Mallorca. Die beiden bis dahin zerstrittenen Schwestern werden sich nach mehreren Jahrzehnten das erste Mal wieder sehen. Doch zuerst gibt die Autorin Cristina Campos Einblick in die jeweiligen Leben der beiden Frauen.

Anna, mittlerweile 50 Jahre und Mutter einer pubertierenden Tochter, lebt mit ihrem Mann Armando in der elterlichen Villa ohne großartigen persönlichen Perspektiven und erdrückenden Schuldenlasten, nach dem die kleine Familie Jahrzehnte lang in Reichtum lebten. Aber Anna lebte schon immer ganz nach dem Motto „Sehen, Hören und Schweigen“ und erduldete jede Bestimmung über ihr Leben.

„Das Leben ist nun einmal nicht so, wie wir es gerne hätten, sondern so, wie es eben ist.“

Marina, die kleinere Schwester, bekam die Möglichkeit zu studieren und lebte seit 3 Jahren mit ihrem Lebensabschnittsgefährten Matthias in Äthiopien. Gemeinsam arbeiten sie als Entwicklungshelfer bei Ärzte ohne Grenzen bis die Geburt eines äthiopischen Mädchen Marinas Herz berührte, nachdem ihr Mutterinstinkt eigentlich bereits verstarb.

Ein spontanes Erbe einer unbekannten Frau lässt Marina nun nach Mallorca zurückfliegen. Auch wenn keiner, besonders Armando, nicht damit gerechnet hat, möchte Marina die Bäckerei vorerst nicht verkaufen. Sie fühlt sich mit den Räumlichkeiten verbunden und möchte herausfinden, wer die spendable Frau María Delores Moli war. Im weiteren Verlauf finden wir eine Mischung aus „Rückkehr in die Heimat“, dem“Ankommen und Verarbeiten“ und den Aufbau der Bäckerei sowie Freunde und Nachbarn, die zu Familie werden. Auch Anna und ihre Tochter werden immer mehr ein Teil davon, blühen auf und Anna fängt an, auch einmal an sich zu denken.

„»Zuhause ist dort, wo man erwartet wird.«“

Der Anfang des Romans war für mich ein wenig schwierig. Der Epilog verwirrte mich so sehr, dass ich die ersten Kapitel zur Erholung und Findung brauchte. Leider muss ich auch erwähnen, dass für mich das Buch an einigen Stellen viel zu langatmig war – die über 400 Seiten zogen sich. Den Epilog hatte ich bereits wieder vergessen, sodass das Ende wieder spannend aber leider viel zu überraschend und schnell zu Ende erzählt war.

„Zum Brotbacken brauch man Zeit, Liebe und Stille.“

Besonders hat mir die innere Verbundenheit der Schwestern gefallen, welche trotz des Streites immer für den anderen da waren. Zusätzlich konnte der Leser mehr über Insel, das damalige Leben und über das Backen mit Händen erfahren. Wir erfuhren auch einiges Äthiopien und über Ärzte ohne Grenzen. Die Geschichte der zwei Schwestern und der unbekannten Frau ist gut überlegt, sodass Lesespaß garantiert ist.

Cristina Campos wurde 1975 in Barcelona geboren und machte ihren Abschluss in Geisteswissenschaften an der Universität von Barcelona. Anschließend studierte sie an der Universität in Heidelberg, wo sie auch das dortige Filmfestival mitorganisierte. Nach ihrer Rückkehr in ihre Heimat widmete sie sich ganz der Filmindustrie und arbeitet inzwischen seit zehn Jahren als Castingagentin für Film und Fernsehen. Nebenbei lebt sie ihre Leidenschaft fürs Schreiben aus. Die Insel der Zitronenblüten ist ihr erster Roman.“

RoRezepte sind:

Blanvalet Verlag

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