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Knishes

Knishes - Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandwegaus dem Buch: „Weihnachten in der kleinen Bäckerei am Strandweg“ von Jenny Colgan

Mittlerweile ist es schon Tradition geworden, dass ich bei jedem Besuch in Dresden bei Tanja Hasirasi von nichtohnebuch vorbei schaue und wir in der Küche experimentieren. Diesmal haben wir die Knishes ausprobiert. Knishes sind Teigtaschen „aus dem alten Land, also aus einem Europa von vor etwa drei Generationen.“

Da uns die Mengen sehr groß erschienen, haben wir für unseren Rezepttest nur die Hälfte der Zutaten genommen. Und dennoch hatten wir viel zu viel Kartoffelsalat über, welchen wir dann pur oder sogar mit Sauerkraut genascht hatten.

Aber nun zu den Knishes: Die gerollten Teigtaschen können mit unterschiedlichsten Zutaten gefüllt werden. Polly füllte diese für Reuben mit einer Art Kartoffelsalat und formte die Teigtaschen zu kleinen Weihnachtssäcken. Natürlich kann man die Knishes wie kleine Kugeln komplett verschließen, aber als Sack geformt passen sie meines Erachtens bestens zur Weihnachtszeit (auch zur Nachweihnachtszeit ;). Kombiniert mit saurer Sahne schmecken die Knishes wunderbar harmonisch und lecker. In die Kartoffelfüllung könnt ihr noch viele weitere Aromen reinbringen (z.B. Essig, Knoblauch oder im Frühjahr Bärlauch); ganz wie eure persönliche Vorliebe ist. Polly hat hier für uns ein tolles Grundrezept erstellt.

Mengentechnisch würden wir nach unserem Versuch empfehlen: Die Hälfte der Kartoffelfüllung auf die ganze Teigfüllung. Die Größen der Knishes könnt ihr ebenfalls nach Herzenslust wählen – bei mir waren die Teigtaschen etwas größer geworden.

Aber hören wir doch einmal, was Jenny Colgan bzw. Polly uns zu diesem Rezept verraten:

„Knishes sind im Prinzip die jüdische Version von Teigtaschen. Den Teig dafür kann man selbst herstellen oder welchen kaufen, aber er sollte auf jeden Fall sehr dünn sein. Man kann die Knishes mit Fleisch füllen oder mit Kartoffeln und Zwiebeln oder Frischkäse. Aber die mit Frischkäse find ich nicht so lecker, deshalb stell ich euch hier die klassische Version vor.“ Jenny Colgan

Den Teig müsst ihr wirklich sehr dünn ausrollen. Vielleicht nicht ganz Apfelstrudeldünn, aber schon sehr nah dran. Der Teig selbst ist anfangs auch sehr widerspenstig, aber haltet durch, er wird mit dem Kneten.

Viel Spaß wünschen wir euch beim Ausprobieren und Verspeisen der Knishes.

PS: Meine Kommentare und Ergänzungen gibt es in grün.

Zutaten:

  • 2 Kilo Kartoffeln
  • 2 große Zwiebeln
  • 3 TL pflanzliches Öl
  • Salz und Pfeffer zum Abschmecken
  • Gehackte Petersilie mind. 2 Bund

Für den Teig:

  • 800g Mehl
  • 2 Eier Gr. M plus 1 bis 2 weitere Eigelbe zum Bestreichen
  • 4 TL pflanzliches Öl z.B. Keimöl von Mazola
  • 240ml warmes Wasser
  • 1 TL Salz

Zusätzlich als Dipp: Saure Sahne

Zubereitung:

  1. Die Kartoffeln kochen und die gehackten Zwiebeln im Öl sautieren (also sanft anbraten). Lasst sie leicht goldbraun werden, nur nicht schwarz 😉
  2. Dann beides zusammen mit viel Salz, Pfeffer und Petersilie zerdrücken und zum Abkühlen zur Seite stellen. Wir haben die Kartoffeln zerdrückt und anschließend die sautierten Zwiebeln und die gehackte Petersilie untergehoben. Hier könnt ihr noch gerne weitere Zutaten für euer persönliches Lieblingsaroma untermengen.
  3. Für den Teig zunächst die flüssigen Zutaten vermengen, dann nach und nach das Mehl dazugeben, bis die Mischung fest genug zum Kneten ist. Eine Minute bearbeiten und dann beiseitestellen und ruhen lassen. Mehl stückweise zugeben, nicht, dass euch der Teig dann zu hart ist.
  4. Den Teig so dünn wie möglich ausrollen und Kleckse der Kartoffelmischung darauf verteilen. Diese Vorlage ergeben große Knishes. Für die kleinere Variante müsst ihr weniger Teig und weniger Füllung nehmen.
  5. Das Ganze wie eine Wurst zusammenrollen. Wenn man dann Stücke abgeschnitten hat, sollte man die Kartoffelportionen komplett mit Teig umhüllen können, weil zwischen den Klecksen jeweils ein bisschen Platz ist. Ihr solltet runde kleine Päckchen darauf machen, falls ihr versteht, was ich meine.
  6. Mit verquirltem Eigelb (1 bis 2 Eigelb) bestreichen und bei 190°C etwa 35 Minuten backen.
  7. Die Dinger sind das perfekte Fingerfood, und ihr könnt dazu auch einen Saure-Sahne-Dip servieren, wenn ihr wollt. Saure Sahne als Dip können wir wirklich empfehlen 🙂

Ein Kommentar zu „Knishes

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