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Honigduft und Meeresbrise – Anne Barns

Honigduft und Meeresbrise - Anne Barns

„Ein verlorener Brief, eine längst vergessene Liebe und ein bewegendes Familiengeheimnis“

„Geliebte Martha, von Dir zu lesen gibt mir unendlich viel Kraft! – So beginnt der Brief, den Anna in Händen hält. Die mit Tinte auf vergilbtem Papier geschriebenen Buchstaben sind noch immer gut sichtbar. Trotzdem fällt es Anna schwer, die geschwungene Schrift zu entziffern. Nur am Datum gibt es keine Zweifel: Dezember 1941. Vor fast achtzig Jahren wurde dieser Brief an ihre Urgroßmutter adressiert, und doch hat Anna ihn eben erst gemeinsam mit ihrer Oma geöffnet. Eigentlich will sie mit ihrem Besuch bei Oma den Verlust ihrer besten Freundin verarbeiten, die bei einem Unfall ums Leben kam. Aber dann führt der Brief Anna schließlich nach Ahrenshoop, wo sie hofft, Antworten zu finden …“

„Es ist das Jahr 1942. Unaufhörlich fährt Martha mit dem Daumen über die feinen Rillen der Muschel in ihrer Hand. Beinahe kann sie noch immer den Sand zwischen ihren Zehen fühlen, den Duft des Meeres riechen und Johannes Lippen auf den ihren spüren. Mit ihm war sie glücklich gewesen und hatte endlich diesen Krieg vergessen können, der ihre Leben zerstörte. In Ahrenshoop, am Meer, hatte Martha ihn kennengelernt, den sensiblen jungen Mann – und sich sofort in ihn verliebt. Doch jetzt bleibt ihr nichts mehr von ihm außer dieser Muschel und dem Kind, das sie unter dem Herzen trägt …“

Honigduft und Meeresbrise - Anne Barns

Kleines Fazit:

Eine Feldpost für Martha verändert nicht nur Annas Vergangenheit, sondern auch ihre Zukunft. Die junge Anna hat in kürzester Zeit zwei wichtige Menschen in ihrem Leben verloren: ihren geliebten Opa und ihre beste Freundin Mona. Und auch ihre Beziehung läuft nicht rund. Doch nun gönnt Anna sich in Lüdinghausen eine Woche Urlaub bei ihrer Oma Johanna, als ein Brief nach 80 Jahren zugestellt wird, welche noch an Johannas Mutter gerichtet war…

„»[…] ›Too much thinking is like rocking. You are on the move, but do not get any further‹ – Zu viel nachdenken ist wie schaukeln. Man ist in Bewegung, kommt aber kein Stück weiter. […]«“

Nach anfänglichen Zögern öffnet Johanna den Brief und entdeckt, dass sie ein großes Familiengeheimnis umgibt. Spontan reisen die beiden Frauen nach Ahrenshoop, um herauszufinden, wer Johann Kranichburg war.

Neben der Reise in die Vergangenheit, treten auch Timo, Monas ehemaliger Partner, und Peggy, beste Freundin aus Kindertagen, wieder in das Leben von Anna. Doch zu allem Überfluss, drückt das schlechte Gewissen um den Verlust von Mona.

„»Auf die Männer, die wir lieben – und die Penner, die wir kriegen.«“

Gerne erzähle ich euch ja von meinen Lieblingsprotagonisten in meinen gelesenen Romanen und muss auch dieses Mal feststellen: es sind immer wieder die herzlichen und weisen Omas, die sofort mein Herz ergreifen. Oma Johanna lernte schnell auf ihre Weise mit der Trauer um ihren verlorenen Mann umzugehen und selber für ihren Sohn und besonders für ihre Enkelin Anna da zu sein. Bei Johanna gibt es neben ihrer Leidenschaft für Bienen und deren Honig, ein Rundumwohlfühlpaket mit Rat und Tat und einem Humor, der dem Leser zeigt, dass auch Omis einmal jung waren 😉

„»Aber Menschen wären auch langweilig, wenn sie keine Fehler hätte, oder?«“

Anne Barns hat es erneut geschafft ein vielschichtiges Familiengeheimnis in einen Gute-Laune-Wohlfühl-Insel-Roman zu packen, der dieses Mal große Lust auf eine Reise nach Ahrenshoop macht. Ihre Beschreibungen lassen die Inseln immer wieder vor dem inneren Auge aufblühen; mit dem Wind um die Nase und dem Meeresrauschen im Ohr. Mit sympathischen Protagonisten, humorvollen, sowie ernsten Passagen und einem kleinen Rätselfieber überzeugt mich die Autorin immer wieder aufs Neue. 

„»Das Leben ist schön, es ist nur nicht immer einfach.« […]
»Life is beautiful, there was never talk of simple, […]«“

Wer sich schon das eine oder andere Mal mit Andrea Russo, die Person hinter dem Pseudonym Anne Barns, auseinandergesetzt hat, wird erkennen, dass sie auch in diesem Buch private Themen mit eingespickt hat. Naaa, wisst ihr welche ich meine?

Anne Barns ist ein Pseudonym der Autorin Andrea Russo. Sie hat vor einigen Jahren ihren Beruf als Lehrerin aufgegeben, um sich ganz auf ihre Bücher konzentrieren zu können. Sie liebt Lesen, Kuchen und das Meer. Zum Schreiben zieht sie sich am liebsten auf eine Insel zurück, wenn möglich in der Nähe einer guten Bäckerei.“

Honigseufzer - Honigduft und Meeresbrise

RoRezepte sind:

  • Honigseufzer
  • Olivenölkuchen mit Zitrone und Honig
  • Vanilleeis mit Honig und Meersalz
  • Omas Honigschnaps

mtb // HarperCollins

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Ein Kommentar zu „Honigduft und Meeresbrise – Anne Barns

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