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Das Weihnachtslied – Angelika Schwarzhuber

„Wenn das Weihnachtslied erklingt, werden alle Herzen höher schlagen …“

„Mia probt für das weihnachtliche Schulkonzert, als der neue Musiklehrer Daniel sie von heute auf morgen ersetzen soll. Dann stirbt auch noch überraschend ihr geliebter Vater. Valerie reist von New York an den Chiemsee, um ihrer Zwillingsschwester Mia beizustehen. Den Schwestern fällt es schwer, nach den langen Jahren, in denen sie seit der Scheidung der Eltern getrennt waren, wieder zur alten Vertrautheit zu finden. Noch nicht einmal ihr gemeinsamer Freund Sebastian kann vermitteln. Da entdeckt Mia Noten für ein geheimnisvolles Weihnachtslied, das ihr Vater einst geschrieben hat. Und damit beginnt sich alles zu ändern …“

Kleines Fazit:

Es gibt wieder einen neuen Weihnachtsroman aus der Feder von Angelika Schwarzhuber. Dieses Mal spielt keine Reise in die Vergangenheit oder ein Schutzengel eine Rolle, sondern zwei getrennte Zwillingsmädchen. Aber keine Sorge, es gibt hier keine „Doppelte Lottchen“-Geschichte.

Mit 12 Jahren mussten die Zwillinge Mia und Valerie zusehen, wie sich ihre Eltern scheiden liesen. Sie sollten getrennt voneinander aufwachsen und sich nie wieder sehen. Als fast 18 Jahre später der Vater plötzlich stirbt ergibt sich endlich die Gelegenheit für ein Wiedersehen, als Valerie den ersten Schritt wagte und beschloss von New York an den Chiemsee zu reisen.

Neben der Geschichte der zwei Frauen, landen wir auch bei den Alltagsproblemen der jeweiligen. Mia hat ihren Job an der Schule verloren und damit ihren heißbeliebten Chor, den sie mit viel Liebe und Mühe aufgebaut hat. Valerie ist die Businessfrau und merkt nicht, wie sie sich immer zurücknimmt um es ihrer Mutter und Großmutter Recht zu machen. Am Chiemsee trifft sie auch noch auf einen Jungen aus ihrer Kindheit, den sie nie ganz vergessen konnte.

„Vernünftig sein, das ist ja noch schlimmer als Feigheit“

Das Weihnachtslied ist ein schöner Roman über die Familie, Schicksalsschläge, Intrigen und Zusammenhalt. Von innerer Nähe und dem „Blut ist dicker als Wasser“.

Angelika Schwarzhubers lockerer und flüssiger Schreibstil schafft eine wohlige Atmosphäre mit vielen kleinen „oh nein“ Spannungsmomenten. Mit dem berührenden Ende schreibt sie ein Happy End, wie man es sich vorstellt. Besonders bewegend ist das Weihnachtslied, welches Mia für ihren Vater zu Ende schreiben wird.

Die Ausarbeitung der äußerlichen und inneren Konflikte der Schwestern, in der man die Nähe und Verbundenheit trotz Trennung spürt, ist besonders gelungen. Der Leser erkennt die jeweiligen verletzte Seite und fiebert bei den daraus resultierenden Missverständnissen mit. Nur zu gerne hätte ich beide Frauen an die Hand genommen und zusammen gedrückt.

Das Weihnachtslied von Angelika Schwarzhuber gehört zu meiner Weihnachtsempfehlung für #RoRezepteAdventszeit.

Angelika Schwarzhuber lebt mit ihrer Familie in einer kleinen Stadt an der Donau. Sie arbeitet auch als erfolgreiche Drehbuchautorin für Kino und TV. Für das Drama »Eine unerhörte Frau« wurde sie unter anderem mit dem Grimme Preis ausgezeichnet. Zum Schreiben lebt sie gern auf dem Land, träumt aber davon, irgendwann einmal die ganze Welt zu bereisen.“

Alle Romane von Autorin Angelika Schwarzhuber:

RoRezepte sind:

Blanvalet Verlag

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