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Caldo verde – Rosárias berühmte grüne Kohlsuppe

aus dem Buch: „Wie sagt man ich liebe dich“ von Claudia Winter

„»Die Caldo verde ist angerichtet, Senhor.« […] Er wartete auf eine Antwort, dabei war er normalerweise ganz verrückt nach Rosárias Grünkohlsuppe.“

Nachdem es gestern bereits einen kleinen Gruß aus der Küche gab, gibt es jetzt erstmal eine richtig gute Vorspeise. Rosárias berühmte grüne Kohlsuppe ist herzhaft aber leicht, lecker, süffig und vollmundig. Die Suppe ist beim Probekochen auch direkt alle geworden – die Menge hat somit im Menü für 5 Personen gereicht. In der Sommerzeit könnt ihr die Suppe auch gerne als Hauptgericht servieren – das passt super! Gerne wird die Caldo verde auch mit frischem Maisbrot serviert.

Die caldo verde heißt übersetzt grüne Brühe und ist in Portugal eine Nationalspeise. Normalerweise ist die Suppe grüner, aber das liegt daran, dass wir zum Kochen Kohlrabiblätter statt Grünkohlblätter genommen haben. Aber egal welche Blätter ihr nutzt, die Suppe wird euch definitiv munden.

„Er nickte und spürte den unvermeidlichen Trotz in sich aufsteigen, der zu seiner und Vovôs Beziehung gehörte wie ein Glas Wein zu Rosárias Caldo verde.“

Das Gericht ist einfach nachzukochen, brauch nicht all zu viel Zeit und blubbert meistens vor sich hin. Die Basis ist eine Kartoffelsuppe, die durch die Kohlbeigabe zur Caldo verde wird. Das Rezept ist ein wenig eingedeutscht – soweit mir bekannt, wird in Portugal einfach das ganze Gemüse in einen Topf mit kalten Wasser gegeben und dann gekocht – der Grünkohl kommt weiterhin erst zum Schluss dazu. Falls ihr unbedingt Grünkohl nutzen wollt, könnt ihr auch die TK-Variante kaufen und vor dem Zugeben mit kochendem Wasser (am besten direkt aus dem Wasserkocher) übergießen. Hier bekommt sie dann auch ihre typische grüne Farbe.

So und nun ran mit euch an den Herd und lasst euch das portugiesische Gericht schmecken!

PS: Meine Kommentare und Ergänzungen gibt es in grün.

Zutaten (für 4 Personen):

  • 1 Zwiebel, fein gewürfelt
  • 2 Knoblauchzehen, in feine Scheiben geschnitten
  • 1 EL Olivenöl
  • 400g weichkochende Kartoffeln, geschält und in Stücke geschnitten
  • 1 Lorbeerblatt
  • 1 Chouriço (Rohwurst), in Scheiben geschnitten (alternativ Cabanossi)
  • 250g Grünkohl oder Kohlrabiblätter Für das Probekochen haben wir Kohlrabiblätter genutzt.
  • 4 EL bestes Olivenöl
  • Salz
  • Pfeffer Muskat

Zubereitung:

  1. Einen Esslöffel Öl in einem Topf erhitzen, Zwiebeln und Knoblauch darin glasig dünsten.
  2. Kartoffelstücke und Lorbeerblatt hinzugeben und kurz mitdünsten.
    Zwiebeln, Knoblauch, Kartoffeln, Lorbeer dünsten
  3. Mit einem Liter Wasser aufgießen.
    Wasser aufgießen
  4. Die Kartoffeln gar kochen,
    Kartoffeln gar kochen
  5. das Lorbeerblatt herausnehmen, anschließend mit dem Stabmixer pürieren.
    püriert
  6. Die Suppe bei mittlerer Hitze langsam zum Kochen bringen. Dabei könnt ihr das Lorbeerblatt nochmal mitmochten lassen.
  7. Inzwischen die Blattrippen des Kohls entfernen, die Blätter zusammenrollen und in möglichst feine Streifen schneiden.
  8. Sobald die Suppe kocht, den Kohl hinzugeben und ca. 15 Minuten mitkochen, bis er weich ist.
    Kohl zugeben
  9. Die Chouriço-Scheiben hinzufügen und einige Minuten mitkochen.
    Chourico zugeben
  10. Gegebenenfalls mit etwas Wasser verdünnen.
  11. Dann die Suppe von der Kochstelle nehmen und das restliche Olivenöl einrühren.
    Olivenöl unterrühren
  12. Mit Salz, Peffer und Muskatnuss abschmecken.
  13. Mit einigen Wurstscheiben garniert in Suppentellern servieren. Bom apetite!

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