Allgemein · Kriminalromane / Thriller

Chienbäse – Ina Haller

„Mord im Baselbiet“

„Beim traditionellen Chienbäse-Umzug in Liestal stinkt ein Mann leblos zu Boden, die Flammen seines Besens erfassen beinahe das Publikum. Kein Unfall, wie sich schon bald herausstellt, sondern der Auftakt einer ganzen Reihe von Verbrechen. Einige Tage später verunglückt der Vater von Samanthas Freund Joel. Sein Autor wurde manipuliert – und die Polizei hält Joel für den Täter. Als er kurz darauf spurlos verschwindet, scheint sich dieser Verdacht zu erhärten. Nur Samantha ist von der Unschuld ihres Freundes überzeugt und begibt sich auf eine lebensgefährliche Suche nach ihm.“

Kleines Fazit:

Mit Chienbäse erscheint der 3. Teil der „Sammantha-Reihe“ von der Schweizer Krimi-Autorin Ina Haller. Für diejenigen, die ebenso über den Titel irritiert sind wie ich, folgt nun eine kurze Erklärung: Chienbäse ist eine Fastnachtsveranstaltung in Liestal, welche immer Sonntagabend nach Aschermittwoch stattfindet. Samantha geht diesen Fastnachtsumzug mit ihrem Freund Joel besuchen und wird dabei Augenzeuge eines Mordes an den Jazzfreund ihres Schwiegervaters. Er wird nur leider nicht das einzige (tödlich verunglückte) Opfer bleiben.

Im Verlauf der Geschichte erleben wir einige Morde, Mordversuche und Überfälle. Alle Opfer stehen in einem bekannten Verhältnis zueinander, doch es ergibt keinen gemeinsamen Nenner. Auf wen hat es der Mörder wirklich abgesehen und was ist sein Motiv?

Ina Haller schreibt mit Chienbäse einen spannenden und unterhaltsamen Krimiroman, deren Aufschlüsselung auch ich erst am Ende wirklich lüften konnte. Die Autorin bringt uns Leser sogar soweit an der Unschuld des sympathischen Joel’s, Samanthas Freund, zu zweifeln. Denn dieser verschwindet spurlos mit Samanthas Schwester, als sich die Spur immer mehr auf ihn zu legen scheint. Aber nicht nur an Joel beginnen wir zu zweifeln. Auch an Nussbaum, den Ermittlungsleiter, der sich auf Joel eingeschossen hat. Wer hat denn nun Recht? Da auch Samantha nicht verschont bleibt, sehen wir hinter jeder Ecke einen Mann, der uns gleich zu Leibe rücken will.

Als Neuling dieser Reihe ist mir der Einstieg problemlos gelungen und lässt in mir das Interesse wecken die Vorgängerromane ebenfalls zu lesen. Der Schreibstil der Autorin ist locker, einfach, auf den Punkt gebracht und packend zugleich. Gespickt durch einige Nebenprotagonisten wird die Geschichte abwechslungsreich gestaltet. Spannungsmomente an Spannungsmomente gebaut, der Spannungsbogen bald zum Zerbärsten gespannt. Die Opferreihe und Ermittlungsspur fesselt. Ich musste die letzten Kapitel einfach in einem Rutsch lesen! 

Wem diese Worte nicht als klare Buchempfehlung reichen, der überzeugt sich am besten direkt selbst. 

Ina Haller“ lebt mit ihrer Familie im Kanton Aargau, Schweiz. Nach dem Abitur studierte sie Geologie. Seit der Geburt ihrer drei Kinder ist sie »Vollzeit-Familienmanagerin« und Autorin. Zu ihrem Repertoire gehören Kriminalromane sowie Kurz- und Kindergeschichten. Im Emons Verlag veröffentlich sich zwei erfolgreiche Krimireihen.

RoRezepte sind:

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