Zartbitterherzen – Hanna Linzee

Zartbitterherzen - Hanna Linzee

„Hör auf dein Herz, und alles wird gut“

„Als Rosa das noch frisch gebrühtem Kaffee und Schokoladenkuchen duftende Café Claire betritt, vergisst sie zum ersten Mal seit Langem ihren Liebeskummer. Sie ist verzaubert von diesem Ort, an dem nur freundliche Menschen willkommen sind: Da sind ihr bester Freund Tom, der verschrobene Professor Leclerc und der charismatische Schriftsteller Jacob, zu dem sie sofort eine Verbindung spürt. Doch dann reißt eine Begegnung mit ihrem Exmann alte Wunden wieder auf. In ihrer Not bittet Rosa den Professor um Hilfe. Denn er hat eine Methode entwickelt, um Gefühle für immer zu löschen …“

„Als Rosa nach sechsundzwanzig gemeinsamen Jahren plötzlich wieder alleine dasteht, will sie nur noch eines: ihren Ehemann vergessen. Wie sonst soll sie damit umgehen, dass er nun mit einer anderen Frau zusammen ist? Zum Glück ist Rosas bester Freund Tom stets an ihrer Seite und gibt ihr Halt. Ihm gehört das Café Claire in Düsseldorf, dass für seinen Streuselkuchen und seine freundlichen Gäste berühmt ist. Als Toms Konditorin ausfällt, springt Rosa kurzerhand ein. Schließlich hat sie schon immer gerne gebacken, und eine bessere Ablenkung gegen ihren Liebeskummer gibt es nicht. Und tatsächlich: Während Rosa die köstlichsten Torten zaubert und mit den Gästen plaudert, schöpft sie neuen Lebensmut. Zwischen ihr und Jacob, einem einfühlsamen Schriftsteller, entwickelt sich sogar eine zarte Freundschaft – und in manchen Momenten klopft Rosas Herz einige Takte schneller. Doch plötzlich steht ihr Mann wieder vor ihr, und die Begegnung reißt schmerzhafte Wunden auf. In ihrer Not wendet sich Rosa an einen Professor der Psychologie, der sich mit einer einzigartigen Methode einen Namen gemacht hat. Denn er ist in der Lage, unerwünschte Gefühle für immer zu löschen …“

Kleines Fazit:

Rosa ist mit ihren Endvierzigern ein sehr glücklicher Mensch mit viel Ausstrahlung und großer Fürsorge für ihre Lieben. Sie ist seit 26 Jahren mit ihrem Sven verheiratet und als Hausfrau nur um sein Wohl bemüht. Bis er ihr eines Tages mitteilt, dass er auszieht und eine Andere hat. Für Rosa bricht die Welt zusammen und sie verkriecht sich bei ihrem besten Freund Tom, welcher sich aber nach einigen Wochen das Leid seiner besten Freundin nicht mehr ansehen kann. Zusätzlich hat sich Lucille, seine Bäckerin im Café Claire, den Arm gebrochen, sodass er notgedrungen Rosa überredet im Café auszuhelfen.

Doch das Café ist kein gewöhnliches Café, denn im Café Claire werden die Gäste wie Freunde behandelt. Die Beschreibungen versprühen einen unglaublichen Charme, so dass man diesen sogar als Leser spüren kann und sich gerne dazu setzen würde. Durch die Arbeit im Café Claire, ihren Kollegen, ihren besten Freund Tom und den bezaubernden Gästen lernt Claire langsam von ihrem Mann loszulassen. Vielleicht liegt es auch an dem Schriftsteller Jakob, welcher täglich an seinem Stammplatz am Kamin sitzt und an seinen Büchern schreibt.

Im weiteren Verlauf der Geschichte fragte ich mich öfter, ob das „alles“ mit ihrem Mann Sven war; Rosas Erholung wirkte zu glatt, zu langweilig für die Realität. Normalerweise vergehen keine 3 Monate Ruhezeit, ohne jeglichen Kontakt oder Auseinandersetzung. Aber besser spät als nie, kam es zu einem tollen Showdown, dem Rosa zum Schluss fast das Leben kosten könnte. Es steckte viel mehr hinter Sven, als Rosa je befürchtet hatte. Daraufhin lässt sie sich von Professor Leclerc alles Glück aus ihrem Leben löschen und nichts ist mehr so, wie es einmal war.

Durch den Showdown bekommt der Roman einen interessanten und spannenden Wendepunkt, der bereits im 1. Kapitel mehr als deutlich angezeigt wird. Allerdings geht dabei etwas schief…

Zartbitterschokolade ist eine tolle Geschichte, mit schönen Überraschungen. Auch Rosas bester Freund Tom erhält ein kleines Happy End im Buch, welcher eine Verbindung verrät, die man nicht erwartet. Die detailliert und liebevoll beschriebenen Nebenprotagonisten geben dem Roman die Lebendigkeit, welche die ganze Geschichte ausmachen. Die Idee des Café Claire als Haupthandlungsort hat mich vollständig überzeugt und eine eigene kleine harmonische Welt geschaffen. Der Roman erhält dennoch einen Punkt Abzug, da mir persönlich die ersten 2/3 zu glatt liefen und das angekündigte Hauptthema aus dem Klappentext erst im letzten Drittel zur Geltung kam. 

Hanna Linzee, geboren 1979, wuchs in der Nähe von Münster auf. Heute lebt und arbeitet sie in Düsseldorf. Wann immer ihre Zeit es zulässt, schreibt sie – am effektivsten am Schreibtisch, doch am liebsten auf dem Sofa und manchmal auch in einem von Düsseldorfs bezaubernden Cafés. Dabei haben es ihr besonders moderne Märchen angetan. Denn hier ist eines sicher: Am Ende wird alles gut, und genau darum geht es doch im Leben.“

RoRezepte sind:

  • Rosas Mandarinen-Schmandkuchen
  • Blechkuchen à la Claire
  • Rosas Schokoladentarte
  • Rosas American Cookies
  • Kakaokuchen mit Cheesecakefüllung und Ganache

PIPER Verlag

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