Dolci schmecken nur zu zweit – Andrea Rossini

„Sommer, Sonne und Amore: turbulent, charmant und köstlich italienisch!“

„Die quirlige Moniga ist eine echte Naschkatze, vor allem der Torta al limone nach einem Rezept ihrer verstorbenen Mutter Susanna kann sie kaum widerstehen. Über ihren Vater weiß sie nur, dass er bereits vor ihrer Geburt abhandengekommen ist. Da erzählt ihr Oma Klara von einer Reise an den Gardasee, die sie mit Susanna gemacht hat, neun Monate vor Monigas Geburt … Kurzerhand werden die Koffer gepackt. Allerdings sind Klaras Erinnerungen ein wenig durcheinandergeraten. Dafür lernt Moniga den smarten Francesco kennen – auf unsanfte Art, denn sie kollidiert mit seiner Vespa. Dann macht sie auf der Speisekarte einer Trattoria eine Entdeckung, die ihr Herz höherschlagen lässt …“

Kleines Fazit:

Die temperamentvolle Moniga (mit g nicht mit k, worauf sie ganz stolz ist) schmeißt kurzerhand ihren Job hin. Unsere Hauptprotagonistin lässt sich von ihrer jung gebliebenen, leicht dementen Oma Klara zu einem Urlaubstrip überreden um nach Monigas Vater, welche beide nicht kennen, zu suchen. Susanna hat den Namen ihres Erzeugers leider nie verraten; ob sie es trotzdem schaffen? Oma Klara war mit Susanna 9 Monate vor ihrer Geburt am Gardasee, gibt es dort die begehrte Spur?

„Wenn man nur fest genug an etwas glaubte, konnte alles wahr werden, konnten sogar Mauern zum Einsturz gebracht werden.“

Kaum richtig angekommen, blitzen die ersten Erinnerungen bei Oma Klara wieder auf. Es ist wunderbar als Leser Teil dieser Entwicklung zu sein. Klara ist eine wunderbare, sehr weise ältere Dame, die das Leben mit vollen Zügen genießt – ein Prosecco geht immer. Die jung gebliebene Klara ist eine kleine Charmeurin, welche die Herzen ihrer Mitmenschen im Sturm erobert. Noch jünger wird sie, als sie am Gardasee auf ihre alte und besondere Liebe trifft.

Um Monigas Suche noch intensiver zu gestalten, ergänzt Andrea Rossini die Geschichte mit einem, von Susanna erzähltem, und kurz gehaltenem, Vergangenheitsstrang. Leider ist Monigas Mutter bereits vor 5 Jahren verstorben, sodass unsere Protagonistin nur den Hinweisen einer alten Kiste mit Andenken aus einer längst vergangenem Urlaubsreise zur Verfügung hat.

Während Moniga ein Ort nach dem anderen nach einer Spur abklappert, lernt sie den feurigen Italiener Francesco kennen. Wird es ihr ebenso ergehen, wie einst ihrer Mutter?

Andrea Rossinis Schreibstil hebt sich von anderen Schreibweisen ab: knappe, kurze Sätze, mit viel Witz und Klarheit gespickt und ohne verschnörkeltem Schachtelbausätzen. Dem Stil dürfte nicht jedem liegen, ich fand ihn aber mal außergewöhnlich klasse und abwechslungsreich. Und trotz dieser klaren Struktur spürt man die große Liebe zum italienischen Flair und besonders zu den heiß geliebten Dolci.

Ein witziger Sommerroman der mich ziemlich oft zum Schmunzeln brachte.
 

Andrea Rossini ist das Pseudonym eines deutschen Bestsellerautors, dessen Leben von der Liebe zu Italien geprägt ist. Diese Liebe und die Zuneigung für Küche, Land und Leute haben ihn zu dem vorliegenden Roman inspiriert.“

RoRezepte sind:

Weitere bedeutende Gerichte:

  • Tortellini »nodo d’amore« die Liebesknoten

Knaur Verlag