Menu surprise – Martin Walker

„Bruno in einer Doppelrolle als Chef de police und Chef de cuisine.“

„Bruno steht vor einer ungewohnten Herausforderung: Er soll in Pamelas Kochschule Feriengästen lokale Spezialitäten beibringen. Die Messer sind gewetzt, die frischen Zutaten bereit, doch die prominenteste Kursteilnehmerin fehlt: die junge Frau eines britischen Geheimdienstoffiziers, die sich auf Empfehlung ihrer Familie im Périgord erholen wollte. Bruno spürt sie auf – in einem vermeintlichen Liebesnest, das jedoch bald zum Schauplatz eines Doppelmords wird.“

Kleines Fazit:

Menu surprise ist der elfte Fall von Bruno, Chef de police und mein erstes Buch von Martin Walker. Als Neuling dieser Reihe wird man mitten in ein funktionierendes und vollbesetztes Stadtleben hineingezogen. Bruno wird zu Beginn des Buches frisch befördert und ist ab sofort nicht mehr nur für seinen Ort zuständig. Mirenda und Pamela, Freundinnen von Bruno, führen zusammen einen Reiterhof, der in den kälteren Jahreszeiten zusätzliche Kochkurse anbieten. Und hier beginnt die Geschichte: eine Kochkursteilnehmerin ist verschwunden. Kurz darauf wird Monika Felder, Engländerin und Frau eines einflussreichen und 30 Jahre älteren Mannes, ermordet aufgefunden. Außerdem wird die Leiche eines junges Mannes im angrenzenden Wald erhängt aufgefunden.

Was war passiert? Selbstmord? Eine Ehe-, Treue- oder Familientat? Gab es Eifersucht oder gar Rache? Oder gab es eine andere persönliche Motivation? Und warum interessiert sich die IRA, die Irish Republican Army, und der britische Geheimdienst für diesen Vorfall?

Der Autor Martin Walker scheint es zu lieben historische Fakten in seine Krimigeschichten einzubauen, sodass es scheinbar weniger um den Mord, als auch um die politischen Situationen geht. Leider ziehen sich Hintergründe und andere Nebensächlichkeiten zusehen, sodass der Spannungsbogen auf Dauer leidet. Umso schöner ist, dass der Autor eine Vorliebe für gutes Essen, besondere Zutaten und Kochtechniken hat: Bruno, als Chef de cuisine, lässt sowohl daheim für Freunde, als auch bei Miranda’s Kochkursen den Löffel schwingen. Autor Martin Walker hat mit seiner Frau sogar ein Kochbuch geschrieben, angelehnt an seinen Bruno: Brunos Kochbuch.

Martin Walker, geboren 1947 in Schottland, ist Schriftsteller, Historiker und politischer Journalist. Er lebt in Washington und im Périgord und war 25 Jahre lang für die britische Tageszeitung The Guardian tätig. Er ist im Vorstand eines Think-Tanks für Topmanager und Senior Scholar am Woodrow Wilson Center in Washington DC. Seine Bruno-Romane erscheinen in 15 Sprachen.“

Hörbuch:

Der 11. Fall von Bruno, Chef de police, gibt es auch als Hörbuch, welches ich direkt zwei Mal gehört habe. Der Sprecher hat eine angenehme Stimme mit guter Betonung. Die Geschichte zu hören hat Spaß gemacht und lange Autofahrten bereichert.

  • Ungekürzte Lesung mit 8 CDs in 663 Min.
  • Gelesen von Johannes Streck

Diogenes Verlag