Ein italienischer Sommer – Francesca Barra

Ein italienischer Sommer - Francesca Barra

„Eine Geschichte, so schön wie eine italienische Sommernacht!“

„Caterina kann es nicht erwarten, der Enge ihrer Heimatstadt Matera zu entkommen und endlich etwas von der Welt zu sehen. Ihre Reise führt sie nach Rom, wo sie Pietro kennenlernt, für den sie schon bald mehr als nur Freundschaft empfindet. Immer mit dabei ist das Rezeptbuch ihrer Großmutter, das Caterina keinen Moment unbeaufsichtigt lässt, denn es enthält alles, woran sie sich so gerne erinnert – die Düfte ihrer Kindheit, das Gefühl eines nie endenden Sommers, glückliche Stunden in der heimeligen Küche. Als ihre Großmutter überraschend stirbt und ihr ein altes Strandhaus hinterlässt, muss Caterina eine folgenschwere Entscheidung treffen …“

Kleines Fazit:

Ein schöner Sommer 2019 ist nun seit einiger Zeit vorbei, wir haben die Uhren umgestellt, die Bäume verlieren ihre Blätter und die ersten kalten Tage hat jeder dick eingemummelt überstanden. Zum Sommerabschluss wollte ich euch noch zwei Sommerromane zeigen, welche ich schon vor längerer Zeit gelesen habe: Ein italienischer Sommer von Francesca Barra und Der Blaubeergarten von Glenna Thomson.

Guten Büchern eine Rezension zu schreiben, ist immer leichter als enttäuschenden Büchern eine handfeste, persönliche Kritik zu schreiben, welche sachliche Punkte aufführen sollte.

Nach einem sehr schön klingendem Klappentext wurde ich leider bitter enttäuscht. Der Inhalt entsprach nicht den geweckten Erwartungen. Der Leser bekam Tagebucherzählungen mit sachlicher Erzählform und kaum Detailliebe. So behielt der Leser stets Distanz zu allen Protagonisten.

Der Schreibstil des Romanes war in den Ich-Perspektiven auf 2 Zeitebenen von Teresas und Catalinas Vergangenheit und Gegenwart. Die Hälfte des Buches steckten wir in der Vergangenheit förmlich „fest“. Sehr eintönig istdas Überschütten mit Informationen zu den Lebensorten, sowie deren Lebensweisheiten. Sehr irritierend war, dass ein Teil der Geschichte auch im Winter statt fand und der Leser stets den Gedanken bekam „was ist jetzt die Geschichte zum italienischen Sommer“?

2 positive Punkte gab es dennoch: 1) die kulinarischen Ergüsse aus einem Rezeptbuch, welche zwar mit vielen Rezepten zwischen den Kapiteln bestückt ist, allerdings oft etwas wahllos angeordnet ist. 2) das Kapitel 27 „Policoro sticht Paris und Rom aus“. In diesem erfahren wir die ernsthaften Überlegungen von Catalina, wieso und warum sie ihre Entscheidung für ihren zukünftigen Wohnort wählt.

Ich kann das Buch leider nicht empfehlen, lediglich denen die Bezug zur italienischen Stadt Matera und die Höhlensiedlung Sassi in Pilicoro haben.

Ein schönes Zitat habe ich dennoch für euch gefunden:

„»Zuerst weißt du nicht, dass dir etwas fehlt, dann merkst du es und entschiedest, ob du es für dich erobern willst oder nicht.«“

Francesca Barra wurde in Policoro, einem Ort in der Provinz Matera, geboren. Sie arbeitet als Drehbuchautorin und freie Journalistin für Film, Fernsehen und Radio sowie für diverse Printmedien. Ein italienischer Sommer ist ihr erster Roman auf Deutsch.“

RoRezepte sind:

  • Falaoni lucani – Gefüllte Teigtaschen aus Lukanien
  • Parmigian alla marateota – Auberginenauflauf aus Maratea
  • Frizzuli c` `a m`llica – Handgemachte Maccheroni mit gerösteten Semmelbröseln
  • Peperoni cruschi – Getrocknete Paprika aus Senise
  • Baccalà alla lucana – Stockfisch aus Lukanien
  • Taralli pugliesi – Süße Taralli aus Apulien
  • Fichi fritti – Frittierte Feigen
  • Ravioli di ceci – Kichererbsen im Blätterteig
  • Pettole
  • Polpette al sugo di mollica e nova – Kleine Semmelknödel in Tomatensoße
  • Peperoni vipieni – Gefüllte Paprika
  • Cialledda – Kalte Brotsuppe mit Tomaten
  • Uosse de mort` – Totenknochen
  • Orecchiette alla materana – Nudelauflauf mit Lammfleisch aus Matera
  • Torte aus Trockenfrüchten

Blanvalet